Probiotika verringern das atopische Ekzem bei Kindern

Gesunde Darmbakterien können dem atopischen Ekzem vorbeugen und den Krankheitsverlauf lindern.

Die atopische Dermatitis (Juckreiz, Ekzem) tritt meist schon in der frühen Kindheit auf. Sie kommt in bestimmten Familien gehäuft vor, die erbliche Veranlagung spielt neben anderen Faktoren bei der Entstehung eine Rolle. In einer Meta-Analyse werteten Dermatologen der US-amerikanischen „University of California“ in Sacramento 21 wissenschaftliche Studien aus. Darin wurden verschiedene Nahrungsergänzungen auf ihren Einfluss au die atopische Dermatitis hin untersucht. An den Studien hatten knapp 7.000 schwangere oder stillende Mütter und ihre Kinder im Alter von bis zu drei Jahren teilgenommen.

Geprüft wurde die Frage, ob es Substanzen in der Nahrung gibt, die bei Kindern eine atopische Dermatitis verhindern können und ob sie im Fall der Hauterkrankung die Beschwerden lindern können. Zu solchen Nahrungssubstanzen gehören Fettsäuren wie die Alpha- und Gamma-Linolensäure, z.B. aus dem Samenöl der schwarzen Johannisbeere. Sie verringerten das Risiko, an der atopischen Dermatitis zu erkranken, hatten allerdings auf den Krankheitsverlauf keinen Einfluss. Gleichesgalt für die Präbiotika (Oligosaccharide und Fructooligosaccharide).

Die besten Wirkungen konnten mit der Einnahme von Probiotika erzielt werden. In einigen Studien nahmen Mütter sie während der Schwangerschaft und in der Stillzeit bzw. auch ihre Kinder ein. Damit wurde die atopische Dermatitis deutlich verringert, das galt sowohl für die Vorbeugung als auch für die Linderung der Hautbeschwerden. Bestimmte gesunde Bakterienstämme waren dabei besonders effektiv. Vor allem Lactobacillus rhamnosus GG war bei der Vorbeugung über längere Zeit hindurch wirksam.

Das Risiko der Kinder für die atopische Dermatitis sank bis zur Hälfte. Effektiv waren auch Mischungen verschiedener gesunder Bakterienstämme mit Präbiotika, etwa eine Kombination von Lactobacillus acidophilus, Bifidobacterium lactis undFructooligosacchariden. Auch damit konnten die Beschwerden bei Kindern mit atopischer Dermatitis deutlich verringert werden.

Quelle:
Negar Foolad et al., Effect of Nutrient Supplementation on Atopic Dermatitis in Children: A Systematic Review of Probiotics, Prebiotics, Formula, and Fatty Acids.In: Journal of the American Medical Association, Online-Vorveröffentlichung vom 17.12.2013.

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