Vitamin K – wichtig für das Gehirn

Gute Vitamin-K-Werte im Blut stärken bei gesunden Älteren das verbale Kurzzeit-Gedächtnis.

Vitamin K wird in seiner Form als Phyllochinon (K1) hauptsächlich aus grünblättrigen Gemüse, z.B. aus Salat, Brokkoli und Spinat, aufgenommen. Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass Vitamin K eine Rolle im Gehirn, vor allem im Alter spielen könnte. Im Rahmen einer kanadischen Langzeit-Studie (NuAge) in der Provinz Quebec konnten dazu Daten über die Ernährung von 320 Teilnehmern ausgewertet werden. Einbezogen waren gesunde  Männer und Frauen im Alter von 70 bis 85 Jahren, die bisher nicht unter kognitiven Beeinträchtigungen litten. Bei allen wurden die Vitamin K1-Werte im Blut mit ihren Gedächtnisleistungen verglichen.

Dazu gehörten das verbale und nonverbale Kurzzeit-Gedächtnis, exekutive Funktionen und die Prozess-Geschwindigkeit. Die Ergebnisse zeigten, dass die exekutiven Funktionen und die Prozess-Geschwindigkeit nicht von Vitamin K beeinflusst wurden. Anders sah das beim Kurzzeit-Gedächtnis aus. Die Teilnehmer mit guten Vitamin-K-Werten im Blut schnitten im Vergleich zu denen mit schlechteren Werten vor allem beim verbalen Kurzzeit-Gedächtnis besser ab. Damit konnte erstmals bei älteren Menschen die Beziehung zwischen Vitamin K und kognitiven Leistungen nachgewiesen werden.

Es wird vermutet, dass Vitamin K eine spezifische Rolle in der Gedächtnis-Konsolidierung hat. Bekannt ist beispielsweise, dass bestimmte, von Vitamin K abhängige Proteine neuroprotektive und zellregulierende Aufgaben im Zentralen Nervensystem haben. Die Mediziner plädieren dafür, Vitamin K als Ernährungsfaktor bei der kognitiven Gesundheit von älteren Menschen in der Bevölkerung einzubeziehen.

Quelle:
N. Presse et al., Vitamin K status and cognitive function in healthy older adults.
In: Neurobiology of Aging Vol. 34, Nr. 12, 2013, S. 2777-2783.

zurück zur Übersicht
Als registrierter/angemeldeter Benutzer erhalten Sie zusätzlich Empfehlungen und Informationen unserer Redaktion.