Antioxidantien und Magnesium kontra Hörverlust

Eine neue Studie zeigt, dass Beta-Carotin, Vitamin C und Magnesium das Risiko für den Hörverlust senken können.

Schon länger untersuchen Mediziner, ob Antioxidanzien zur Vorbeugung vor einem Hörverlust beitragen können. In Tierstudien wurde das bereits nachgewiesen, bei Menschen gab es bisher nur wenige Untersuchungen. Nun hat ein Team von koreanischen und nordamerikanischen Medizinern den Nutzen der Antioxidantien Beta-Carotin, Vitamin C und E sowie Magnesium in Bezug auf das Gehör bei Menschen untersucht. Ausgewertet wurden Daten aus der USA-Bevölkerungsstudie NHANES, die von 2001 bis 2004 durchgeführt wurde. Einbezogen waren knapp 2.600 Teilnehmer im Alter von 20 bis zu 69 Jahren, bei denen die Hörfähigkeit getestet wurde.

Abhängig von ihrer Versorgung mit antioxidativen Vitaminen und Magnesium wurden die Teilnehmer in mehrere Gruppen eingeteilt. Eine bessere Versorgung mit Beta-Carotin, Vitamin C und Magnesium war mit einem besseren Hörvermögen (PTA-Wert) sowohl in Gesprächen als auch bei hohen Frequenzen verbunden. Gute Werte für Beta-Carotin oder Vitamin C, jeweils kombiniert mit einer guten Magnesium-Versorgung, zeigten im Vergleich zu geringen Aufnahmen die besseren Werte bei hohen Frequenzen. Dabei schneiden Beta-Carotin und Magnesium (14,82 % niedrigere Hörschwelle) im Vergleich zu Vitamin C und Magnesium (10,72 % niedrigere Hörschwelle) etwas besser ab.

Waren die Werte von einem dieser Nährstoffe verringert, dann sank auch die positive Wirkung auf das Hörvermögen etwas ab. Die besten Werte wurden erreicht, wenn die antioxidativen Nährstoffe ebenso wie Magnesium im oberen Bereich lagen. Die Forscher vermuten daher, dass Beta-Carotin, Vitamin C und Magnesium synergistische Wirkungen bei der Verbesserung des Hörvermögens haben. Hohe Aufnahmen dieser Mikro-Nährstoffe tragen offenbar dazu bei, die Hörfähigkeit zu erhalten und beugen vermutlich auch dem Gehörverlust vor.

Quelle
Yoon-Hyeong Choi et al., Antioxidant vitamins and Magnesium and the risk of hearing loss in the US general population.
In: American Journal of Clinical Nutrition Vol. 99, Nr. 1, S. 148-155, doi: 10.3945/ajcn.113.068437.

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