Vitamin D kann Lebensperspektive bei Brustkrebs verbessern

Viele Brustkrebs-Patientinnen nehmen zu wenig Vitamin D auf. Bei guter Versorgung ist die Überlebensrate verbessert.

Es gibt bereits eine Reihe von Studien, die Beziehungen zwischen Vitamin D und Brustkrebs untersucht haben. Bisher gab es jedoch nur wenige Nachweise über mögliche Beziehungen zwischen dem Vitamin D–Status im Blut und den Überlebensraten beim Brustkrebs. Frühere Studien in den USA zeigten, dass Brustkrebs-Patientinnen im Durchschnitt nur gering mit Vitamin D (17 ng/ml, Nanogramm pro Milliliter) versorgt waren. Im Rahmen einer Meta-Analyse werteten US-Mediziner fünf klinische Studien über den Einfluss von Vitamin D auf die Überlebensrate bei rund 4.400 Brustkrebspatientinnen aus.

Die Versorgung mit Vitamin D wurde zur Zeit der Brustkrebs-Diagnose ermittelt, und die Patientinnen wurden im Durchschnitt neun Jahre lang weiter beobachtet. Die Auswertung bestätigt eine starke präventive Wirkung von Vitamin D in Bezug auf das Sterblichkeitsrisiko. Eine höhere Konzentration von Vitamin D (gemessen als 25-Hydroxivitamin D) zur Zeit der Brustkrebs-Diagnose ist mit einem besseren Krankheitsverlauf verbunden. Patientinnen in der Gruppe mit der besten Versorgung an Vitamin D hatten eine um 44 Prozent geringere Sterblichkeitsrate im Vergleich zu Frauen mit nur geringer Versorgung.

In drei Studien war dieser präventive Effekt statistisch signifikant, in einer Studie war der Effekt ebenfalls, jedoch ohne statische Signifikanz, nachgewiesen, in einer weiteren Studie war der Effekt altersbezogen vorhanden, jedoch nicht generell. Nach Ansicht der Forscher kann man aus dieser Meta-Analyse schließen, dass Vitamin D als adjuvante Maßnahme in die konventionelle Brustkrebs-Therapie integriert werden sollte. Sie empfehlen, die Serum 25-Hydroxyvitamin-D-Werte bei allen Brustkrebs-Patientinnen zu bestimmen. Bei geringer Versorgung sollten sie mit Vitamin D-Ergänzungen auf Normalwerte (30 – 80 ng/ml) gebracht werden, was durch ein geeignetes Monitoring überprüft werden kann.

Nach Ansicht der Mediziner gibt es keinen triftigen Grund, auf Ergebnisse weiterer Studien zu warten, um Vitamin D-Ergänzungen in übliche Brustkrebs-Therapien zu integrieren. Es sind sichere Dosen von Vitamin D bekannt, mit denen man höhere Serumwerte (über 40 Nanogramm pro Milliliter) erzielen kann.

Quelle:
Sharif B. Mohr et al., Meta-analysis of Vitamin D Sufficiency for Improving Survival of Patients with Breast Cancer.
In: Anticancer Research Vol. 34, Nr. 3, 2014, S. 1165-1166.

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