Magnesium verbessert metabolisches Syndrom und Herz-Kreislauf-Krankheiten

Zwei Studien zeigen: Die gute Aufnahme von Magnesium kann die Insulinresistenz und die Lebensperspektive bei Herz-Kreislauf-Krankheiten verbessern.

Magnesium ist an mehr als 300 biochemischen Reaktionen im Körper beteiligt. Wichtige Funktionen hat es u.a. bei Muskel- und Nervenfunktionen sowie beim Herzrhythmus, Blutdruck und Insulin-Stoffwechsel. Wie eine Studie chinesischer und US-amerikanischer Mediziner zeigt, fehlt es Menschen mit dem metabolischen Syndrom, gekennzeichnet durch Übergewicht, Bluthochdruck und einen gestörten Glukose- und Insulin-Stoffwechsel, oft an Magnesium. Einbezogen waren 234 Teilnehmer, die noch nicht an Diabetes litten, neben Herz-Kreislauf-Krankheiten eine der möglichen Folgen des metabolischen Syndroms.

Zu Beginn der Studie sowie nach sechs und zwölf Monaten wurde ihre Ernährung der letzten 24 Stunden protokolliert. Außerdem wurden zu diesen Zeitpunkten Blutproben genommen, die Nüchtern-Glukose und Insulinwerte inkl. -resistenz bestimmt. Die Auswertung zeigte, dass mehr als 70 Prozent der Teilnehmer nicht die täglich empfohlenen Mengen für Magnesium aus der Nahrung erreichten. Zu Beginn der Studie waren nur knapp 24 Prozent der Teilnehmer, nach sechs Monaten rund 30 Prozent und nach 12 Monaten rund 28 Prozent entsprechend der empfohlenen Tagesbedarfswerte ausreichend mit Magnesium versorgt.

Zwischen der Magnesiumzufuhr und metabolischen Biomarkern der Insulinresistenz gab es signifikante Verbindungen. Bei Teilnehmern mit ausreichendem Magnesium sank die Wahrscheinlichkeit für die erhöhte Insulinresistenz über die gesamte Studienzeit hinweg um 63 Prozent. Die Forscher schließen aus diesen Ergebnissen, dass Magnesium den Insulinstatus verbessern und zum Schutz vor einer erhöhten Insulin-Resistenz beitragen kann.

Im Rahmen einer spanischen Studie über die gesundheitlichen Wirkungen der mediterranen Ernährung (PREDIMED) wurde bei rund 7.200 Männern und Frauen im Alter von 55 bis 80 Jahren die Magnesium-Aufnahme untersucht. Alle hatten ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten. Die eine Hälfte der Teilnehmer ernährte sich mediterran mit einem guten Anteil an Nüssen und Oliven. Auch die andere Gruppe ernährte sich mediterran, erhielt jedoch nur die Empfehlung, sich mit einem geringeren Fettanteil zu ernähren. Im Lauf der Beobachtung von knapp fünf Jahren verstarben 323 Teilnehmer (81 durch Herz-Kreislauf-Krankheiten) und es traten 277 kardiovaskuläre Krankheitsfälle auf. Im Vergleich zu Teilnehmern mit den geringsten Magnesium-Zufuhren verringerte sich bei der besten Magnesium-Aufnahme das Sterblichkeitsrisiko um 34 Prozent. Speziell auf kardiovaskuläre Krankheiten bezogen, verringerte sich das Risiko sogar um 59 Prozent.

Quelle
Jinsong Wang et al., Dietary Magnesium Intake Improves Insulin Resistance among Non-Diabetic Individuals with Metabolic Syndrome Participating in a Dietary Trial.
In: Nutrients 5 (10) 2013, S. 3919-3919, doi: 10.3390/ni5103910.

Marta Guasch-Ferré et al., Dietary Magnesium Intake Is Inversely Associated with Mortality in Adults at High Cardiovascular Disease Risk.
In: Journal of Nutrition Vol. 144, Nr. 1, 2014, S. 55-60, doi: 10.3945/jn.113.183012.

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