Vitamin D und das Muskel-Skelett-System

Geringes Vitamin D beschleunigt das Altern der Knochen

Untersucht wurden die Knochenproben von 30 Teilnehmern, von denen die Hälfte zu geringe Vitamin D-Werte hatte. Die unzureichende Versorgung war mit einer geringeren Mineralisierung der Knochenoberflächen verbunden, ähnlich wie bei älteren und spröderen Knochengeweben. Gute Vitamin D-Werte sind für die Aufrechterhaltung der strukturellen Knochen- Integrität wichtig. Die Mediziner vermuten, dass lokales Knochengewebe der Schlüssel zum erhöhten Risiko für Knochenbrüche bei der von Vitamin D abhängigen Osteomalazie (Erweichung der Knochengewebe durch mangelnde Mineralisierung) ist. Eine gute Versorgung mit Vitamin D beugt nicht nur der Osteoporose und Knochenbrüchen vor, sie fördert auch die Muskelstärke und verringert die Neigung zu Stürzen.

Quelle
B. Busse et al., Vitamin D deficiency induces early signs of aging in human bone, increasing the risk of fracture. In: Science Translational Medicine, doi: 10.1126/scitranslmed.3006286.

Zu wenig Vitamin D erhöht im Alter das Risiko für eingeschränkte Beweglichkeit
Bei 1.237 älteren Niederländern von 65 bis zu 88 Jahren und 725 Teilnehmern von 55 bis zu 65 Jahren wurde die Bewegungsfähigkeit untersucht. Das betraf z.B. die Fähigkeit zum Aufstehen, Treppensteigen, Ankleiden, Gehen und zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. 56 Prozent der Älteren und 30 Prozent der jüngeren Teilnehmer waren in wenigstens einer Bewegungsfunktion eingeschränkt. Bei den Älteren führte dies zu einem signifikant erhöhten Risiko für die eingeschränkte Bewegung nach drei Jahren.

Bei jüngeren Teilnehmern stieg dieses Risiko bei fehlendem Vitamin D nach sechs Jahren an. Die Mediziner führen die erhöhte Inmobilität auf den Einfluss von Vitamin D auf die Muskeln zurück. Aufgrund der schlechteren Bewegungsfähigkeit sinkt nicht zuletzt auch der Aufenthalt im Freien, dadurch verringert sich die Aufnahme von Vitamin D durch das Sonnenlicht.

Quelle
E. Sohl et al., Vitamin D status is associated with functional limitations and functional decline in older individuals. In: The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism Vol. 98, Nr. 9, 2013, S. E1483-1490.

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