Vitamin D und weitere Krankheiten

Vitamin D verbessert Herzreaktionen bei Stressfaktoren

13 gesunde Männer und Frauen hatten einen ungünstigen Anstieg der sympathisch-vagalen Balance als Reaktion auf physiologische Stressfaktoren. Sie erhielten vier Wochen lang täglich 5.000 I.E. Vitamin D3. Dies verbesserte die Herzreaktion auf Stressfaktoren. Verbesserte Vitamin D-Werte können bei hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hilfreich sein. Sie können die autonomen Herzfunktionen verbessern und zur Vorbeugung vor plötzlichen Herzattacken beitragen.

Quelle
Michelle C. Mann et al., Vitamin D supplementation is associated with improved modulation of cardiac autonomic tone in healthy humans. In: International Journal of Cardiology Vol. 172, Nr. 2, 2014, S. 506-508.


Geringes Vitamin D und die Lungenfunktionen
Von 3.359 Kanadiern über 18 Jahren waren 30 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen zu gering mit Vitamin D versorgt. Das wirkte sich auf die Vitalität sowie bei Männern in einem verstärkten Expirationsvolumen (in 1 Sekunde) aus. Bei Übergewicht und Adipositas war dies ausgeprägter. Die Mediziner vermuten, dass zu geringes Vitamin D ein Risikofaktor für die Lungenfunktionen, vor allem bei übergewichtigen Männern, sein könnte.

Quelle
Sara Khan et al., Plasma 25-hydroxyvitamin D associated with pulmonary function in Canadian adults with excess adiposity. In: The American Journal of Clinical Nutrition Vol. 98, Nr. 1, 2013, S. 174-179.


Keine Verbindung zwischen Vitamin D und Nierensteinen
Frühere Studien hatten die Ergänzung von Vitamin D mit einem erhöhten Risiko für die Bildung von Nierensteinen verbunden. Neue Ergebnisse zeigen, dass es keine statistisch relevante Verbindung zwischen Nierensteinen und Blutwerten von Vitamin D im Bereich von 20 bis 100 ng/ml gibt.

Quelle
Stacie Nguyen et al., 25-Hydroxyvitamin D in the Range of 20 to 100 ng/ml and Incidence of Kidney Stones. In: American Journal of Public Health, Online-Veröffentlichung vom 17.10.2013, doi: 10.2105/AJPH.2013.301368.


Vitamin D und das Hepatitis-B-Virus
Bei 203 Patienten mit chronischer (unbehandelter) Hepatitis B wurde die Versorgung mit Vitamin D im Blut bestimmt. Nur bei 19 Prozent der Patienten fanden sich normale Werte, 34 Prozent hatten einen stärkeren, 47 Prozent einen mäßigeren Mangel. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei Lebererkrankungen, doch die Beziehung zur chronischen Hepatitis B war bisher nicht bekannt. Hoch konzentrierte Hepatitis-B-Viren im Blut waren ein starker Indikator für einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Erhöhte sich die Vitamin-D-Konzentration durch die Einwirkung des Sonnenlichts, sank die Konzentration der Hepatitis-B-Viren. Die Mediziner vermuten eine kausale Verbindung von Vitamin D zur Hepatitis B, woraus sich neue Therapie-Ansätze entwickeln könnten.

Quelle
H. Farnik et al., Low vitamin D serum concentration is associated with high levels of hepatitis B virus replication in chronically infected patients. In: Hepatology, Online-Veröffentlichung vom 7.8.2013, doi: 10.1002/hep.26488.


MS-Patienten profitieren von guten Vitamin D-Werten
Vielen Patienten mit multipler Sklerose (MS) fehlt Vitamin D. 465 Patienten mit MS im Anfangsstadium behandelte man mit Interferon (IFNB-1b) oder einem Placebo. Nach zwei Jahren bot man allen die Interferon-Therapie an. Im Lauf der Studienzeit von fünf Jahren bestimmte man mehrmals auch die Vitamin D-Versorgung. Bei Patienten mit geringen Werten schritt die Krankheit schneller voran. Bei guter Versorgung (25-Hydroxyvitamin-D >50 nmol/ml) waren die Hirnläsionen verringert und es ging weniger Hirnmasse verloren.

Eine Untergruppe von 158 MS-Patienten, die unter Fatigue (chronisches Erschöpfungssyndrom) litten, nahm ein halbes Jahr lang zusätzlich zur Therapie Alfacalcicol (Vitamin D-Analogon) oder ein Placebo ein. Mit dem Vitamin D sank die Fatigue statistisch signifikant um 42 Prozent, mit dem Placebo nur um 27 Prozent. Weiter verbesserten sich psychische und soziale Funktionen, und es traten im Vergleich zur Placebogruppe weniger MS-Schübe auf.

Quelle
Yoram Barak et al., Effects of Alfacalcidol on Fatigue in MS Patients: A Randomized, Double-Blind study. In: Neurology Vol. 82, Nr. 20, 2014, Supplement S23.004.


Vitamin D verbessert Gedächtnis und Stimmungen bei Parkinson
Rund 30 Prozent der Parkinson-Patienten leiden unter kognitiven Störungen und Depressionen. Erhöhte Vitamin D-Werte können dies verringern. In einer Studie an 286 Patienten waren bei höheren Vitamin D-Werten diese Symptome weniger stark ausgeprägt. Die Patienten hatten bessere kognitive Funktionen und litten weniger unter Depressionen. Davon profitierten Patienten stärker, die noch nicht an Demenz litten.

Quelle
Arnie L. Peterson et al., Memory, Mood, and Vitamin D in Persons with Parkinson´s Disease. In: Journal of Parkinson´s Disease Vol. 3, Nr. 4, 2013, S. 547-555.


Vitamin D fehlt oft bei HIV
Bei 2044 HIV-Patienten wurden von 2005 bis 2011 die Vitamin D-Werte untersucht. Bekannt ist, dass bei ihnen ein Mangel häufig vorkommt, er ist mit geringen CD4-Zahlen, der antiviralen Therapie, ihrer Dauer und fortgeschrittenen Krankheitsstadien verbunden.

Quelle
Maria Theodorou, Factors associated with vitamin D deficiency in a population of 2044 HIV-infected patients. In: Clinical Nutrition Vol. 33, Nr. 2, 2014, S. 274.279.

zurück zur Übersicht
Als registrierter/angemeldeter Benutzer erhalten Sie zusätzlich Empfehlungen und Informationen unserer Redaktion.