Nährstoffe könnten im Alter die Hirnfunktionen verbessern

Eine Reihe von Mikro-Nährstoffen kann die Hirnleistungen bei eingeschränkten Hirnfunktionen und Alzheimer fördern.

Viele Nährstoffe beeinflussen die Hirnfunktionen. Das betrifft allgemein eine gesunde Ernährung wie die mediterrane Kost, aber auch eine Reihe von einzelnen Mikro-Nährstoffen. Dazu gehören Antioxidantien wie die Vitamine C und E, Carotinoide und Polyphenole, Omega-3-Fettsäuren sowie die B-Vitamine und Vitamin D. Sie alle könnten bei guter Versorgung zur Prävention von Hirnkrankheiten im Alter beitragen oder den Krankheitsprozess verlangsamen. Noch sind viele Studienergebnisse uneinheitlich. Eine neue Studie zeigt, wie bestimmte Nährstoffe auf eine eingeschränkte Hirntätigkeit und Alzheimer wirken.

Koreanische Mediziner prüften B-Vitamine bei 321 Erwachsenen mit einem Durchschnittsalter von rund 75 Jahren. Bei 100 Teilnehmern waren die kognitiven Funktionen leicht eingeschränkt. Hinzu kamen 100 Patienten mit Alzheimer, die generell etwas älter waren. 121 gesunde Erwachsene dienten dazu als Kontrollgruppe. Alle Teilnehmer wurden zu ihrer Ernährung befragt. Dabei wurde auch ermittelt, ob und welche Nährstoffergänzungen sie einnahmen. Bei allen Teilnehmern wurden im Blut die Werte von Folat, Vitamin B12 und Homocystein bestimmt. Letzteres kann vermutlich das Risiko für die Demenz und Alzheimer erhöhen.

Alle Teilnehmer nahmen an verschiedenen Tests teil, mit denen ihre Hirnfunktionen untersucht wurden. Es zeigte sich, dass B-Vitamine mit den kognitiven Funktionen bei den Patienten verbunden waren. Diese Beziehung war bei den Alzheimer-Patienten noch stärker ausgeprägt als bei den Teilnehmern mit eingeschränkten Hirnfunktionen. In der gesunden Kontrollgruppe war sie dagegen nicht signifikant. Alzheimer-Patienten mit einer guten Versorgung mit den Vitaminen B2, B6, B12 und Folat schnitten in kognitiven Tests besser ab.

Gleiches galt für die Teilnehmer mit eingeschränkten Hirnfunktionen. Sie profitierten vor allem von einer guten Versorgung mit B2, B6 und Folat. Bei guter Versorgung mit den Vitaminen B2, B6, B12 und Folat waren außerdem die Homocystein-Werte geringer.

Quelle
Namsoo Chang et al., Association between intake of B vitamins and cognitive function in elderly Koreans with cognitive impairment.
In: Nutrition Journal, Online-Veröffentlichung vom 17.12.2014, doi: 10.1186/1475-2891-13-118.

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