Curcumin kann Cholesterin beim metabolischen Syndrom verbessern

Mit Curcumin verbesserten sich in einer Studie das "gute" HDL, das "schlechte" LDL und die Triglyzeride.

Curcumin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der als gelbes Pigment dem Gewürz Kurkuma seine intensive Farbe gibt. Seit langem sind auch gesundheitliche Wirkungen bekannt. Die Forschung über Curcumin hat in den letzten Jahren zugenommen, darunter sind Studien zu möglichen Wirkungen im Gehirn sowie im Herz-Kreislauf-, Gelenk- und Muskelsystem. Aus einigen Tierstudien weiß man, dass Curcumin Bestandteile enthält, die auf Lipoide und andere Stoffwechsel-Effekte einwirken können. Daher prüften Mediziner aus Taiwan nun, ob und wie Curcumin dazu beitragen kann, die Cholesterinwerte beim metabolischen Syndrom zu verbessern.

 Zu diesem Syndrom gehören neben veränderten Blutfettwerten Übergewicht, Bluthochdruck sowie ein gestörter Glukose- und/oder Insulin-Stoffwechsel. Mindestens drei dieser Bedingungen müssen vorhanden sein, um die Diagnose metabolisches Syndrom zu stellen. Damit verbunden ist ein erhöhtes Risiko für Diabetes (Typ 2) und Herz-Kreislauf-Krankheiten.

An der (randomisierten, doppelblinden) Studie nahmen 65 Patienten mit dem metabolischen Syndrom teil. Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt, die erste nahm dreimal täglich eine Kapsel mit 630 mg Curcumin ein, die zweite Gruppe erhielt ein Placebo. Nach zwölf Wochen wurden bei allen Patienten das Gewicht, die Glukose-Homöostase und die Cholesterinwerte untersucht. Der Verzehr von Curcumin wirkte sich nicht auf das Gewicht und den Glukose-Stoffwechsel aus. Mit dem täglich verzehrten Curcumin verbesserten sich jedoch die Cholesterinwerte.

Das "gute" HDL-Cholesterin verbesserte sich signifikant (von durchschnittlich 41 auf 44 mg/dl), das LDL-Cholesterin war signifikant gesunken (von durchschnittlich 121 auf 107 mg/dl), und die Triglyzeride verringerten sich (durchschnittlich um 65 mg/dl). Dabei gab es Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Bei Männern sanken eher die Cholesterinwerte, bei Frauen stieg das „gute“ HDL-Cholesterin stärker an. Beides verbesserte das Verhältnis von Triglyzeriden zu HDL. Die Mediziner ziehen aus diesen Ergebnissen das Fazit, dass Curcumin eine Alternative zur Verbesserung der Cholesterinwerte sein kann. Das gilt besonders für Menschen mit dem metabolischen Syndrom.

Quelle
Y.-S. Yang et al., Lipid-Lowering Effects of Curcumin in Patients with Metabolic Syndrome: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial.
In: Phytotherapy Research Vol. 28, Nr 12, 2014, S. 1770-1777, doi: 10.1002/ptr.5197.

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