Bauch und Hirn stehen in Verbindung

Im Alltag verlassen wir uns so manches Mal auf unser „Bauchgefühl“ bei Wahrnehmungen und Entscheidungen, die wir nicht rational treffen.

Möglicherweise gibt es tatsächlich eine Verbindung zwischen dem Darm und dem Gehirn, wie neuere Forschungen zeigen. Die Mehrzahl dieser Erkenntnisse bewegt sind noch auf experimenteller Basis, aber es wurden bereits einige Studien bei Menschen durchgeführt. Viele Forscher gehen heute davon aus, dass Pro- und Präbiotika nicht nur die Darm-Mikrobiota verbessern, sondern auch die Verbindungen zwischen dem Darm und dem Gehirn beeinflussen können. Störungen der gesunden Mikrobiota können zu Dysfunktionen dieser Verbindung führen und auf diese Weise zu neuropsychologischen, metabolischen und gastro-intestinalen Störungen beitragen. Einige Studien zeigten, dass Probiotika die Stimmung beeinflussen können (Lactobazillus casein Shirota), andere wie Lactobazillus helveticus und Bifidobakterium longum wirkten auf Angstzustände und Depressionen ein. Auch Stresshormone und die Aufmerksamkeit wurden bei gesunden Freiwilligen mit der Gabe von Präbiotika (Oligosaccharide) verbessert.

Quelle
L. Zhou und J. A. Foster, Psychobiotics and the gut-brain axis: in the pursuit of happiness. In: Neuropsychiatric Disease and Treatment Vol. 11, 2015, S. 715-723, doi: 10.214/NDT.S61997.

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