Vitamin D senkt das Risiko für das metabolische Syndrom

Die schlechte Versorgung mit Vitamin D kann zum erhöhten Risiko für das metabolische Syndrom beitragen. Die verbesserte Aufnahme von Vitamin D kann das Risiko deutlich verringern.

Vitamin D ist besonders dafür bekannt, dass es am Knochenstoffwechsel beteiligt ist, es hat aber viele weitere Funktionen im Körper. Mehr und mehr häufen sich die Nachweise, dass Vitamin D auch mit den Herz-Kreislauf-Krankheiten und dem Bluthochdruck in Verbindung steht. Er gehört mit zu den Ursachen für das metabolische Syndrom, unter dem mehrere Störungen zusammengefasst sind. Dazu gehören weiter die Insulinresistenz, Störungen im Fettstoffwechsel (erhöhte Blutfettwerte) und Adipositas (starkes Übergewicht). Die Diagnose wird gestellt, wenn wenigstens drei der Störungen vorhanden sind.

Kanadische Mediziner untersuchten in einer Studie, ob die verbesserte Aufnahme von Vitamin D das Risiko für das metabolische Syndrom verringern kann. Im Rahmen eines über mehrere Jahre laufenden präventiven Gesundheitsprogramms, das die Ergänzung von Vitamin D förderte, konnten die Daten von rund 6.700 Teilnehmern ausgewertet werden. Bei ihnen wurden mehrere Male die Serumwerte von Vitamin D (25OHD) bestimmt und zu Vorkommen des metabolischen Syndroms in Beziehung gesetzt. Im ersten Jahr des Programms verbesserten die Teilnehmer durch die Aufnahme von Vitamin D ihre Serumwerte (im Durchschnitt um 37 nmol/L).

Mit den erhöhten Vitamin D-Werten sank das Risiko für das metabolische Syndrom im Vergleich zu den Teilnehmern, deren Vitamin D-Werte sich nicht verbessert hatten. Die Risikosenkung war dabei von der Höhe des Anstiegs von Vitamin D abhängig. Bei relativ geringen Verbesserungen senkte sich das Risiko um 24%, bei den besten Vitamin D-Werten verringerte sich das Risiko für das metabolische Syndrom sogar um bis zu 44%. Für die Forscher ist damit nachgewiesen, dass ein verbesserter Vitamin D-Status dazu beitragen kann, das Risiko für das in der Bevölkerung der westlichen Länder weit verbreitete metabolische Syndrom zu verringern. Damit könnten möglicherweise auch die gesundheitlichen Folgen dieses Syndroms, zu denen Diabetes (Typ 2) und Herz-Kreislauf-Krankheiten gehören, gesenkt werden.

Quelle
Truong-Minh Pham et al., The Effect of Changing Serum 25-Hydroxyvitamin D Concentrations on Metabolic Syndrome: A Longitudinal Analysis of Participants of a Preventive Health Program. In: nutrients Nr. 7, 3025, S. 7271-7284, doi: 10.3390/nu7095338.

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